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Ofengeformtes Glas (Herstellung der Schalen)

Im Gegensatz zum mundgeblasenem Glas wird bei ofengeformten Glas festes bereits vorgeformtes Glas (Scheiben, Granulat, Barren etc) als Ausgangsmaterial verwendet.
Für die hier gezeigten Schalen wird einfarbiges, buntes Glas im kalten Zustand geschnitten und entsprechend des gewünschten Designs neben- oder übereinandergelegt. In einem ersten Brennvorgang werden diese Glasteile dann bei ca. 800°C miteinander verschmolzen. Bei diesem Brennvorgang wird das Glas nicht flüssig, sondern nur weich und die einzelnen Glaslagen sinken ineinander. Dadurch bleibt das zusammengefügte Design im wesentlichen erhalten. Die so entstandenen ebenen Platten werden dann mit einer Diamantsäge auf die gewünschte Form (Rechteck, Kreis, Oval) geschnitten, die Kanten sauber geschliffen und in einem zweiten Brennvorgang gebogen, zum Beispiel zu einer Schale. Dieser Biegevorgang findet bei ca. 600°C - 700°C statt. Hierzu werden verschiedene Biegeformen aus Ton oder Gips-Schamotte verwendet.

Beim Verschmelzen klebt das Glas nahezu auf jeder Oberfläche, mit der es in Kontakt kommt. Um dies zu vermeiden, müssen die Unterlagen und Biegeformen mit Trennmitteln eingestrichen werden. Diese Trennmittel hinterlassen auf der Rückseite der Objekte, je nach Aufbringungsart immer eine Strukturierung.

Auch die feuerpolierte Oberfläche ist in der Regel nach den Biegebränden noch sehr unruhig und stellenweise matt, da sich zum einen noch sehr viele eingeschlossene Blasen zwischen den Glasschichten befinden, zum anderen bestimmte Glasfarben matt erscheinende Kristallschichten auf der Oberfläche bilden. Für hochwertige Objekte ist es daher erforderlich, die Oberflächen in mehreren Verarbeitungsschritten mit Diamantschleifrädern zu schleifen.


Roll-up Technik (Herstellung der Vasen)

Ausgangsmaterial für diese Gefäße ist, wie für die Schalen, eine aus verschiedenen Buntgläsern zusammen geschmolzene Glasplatte.

Da man jedoch Hohlgefäße nicht im Ofen biegen kann, muss man für den Arbeitsschritt Formgebung auf das handwerkliche Können eines erfahrenen Glasbläsers zurückgreifen.

Für die Herstellung der ausgestellten Vasen wurden die vorgefertigten, verschmolzenen und zugeschnittenen Glasplatten von dem Glaskünstler Hans - Joachim Ittig Glashaus Wertheim
erneut erwärmt und mit einer Glasmacherpfeife aufgenommen.

Die so entstandenen Zylinder wurden verschlossen und gemäß den Entwürfen geblasen. Die Formgebung erfolgt entweder von Hand oder mit Holzformen.
Auch diese Gefäße werden in der Regel noch veredelt und die Oberfläche in mehreren Arbeitschritten mit Diamantschleifrädern geschliffen.

 

 

Person Technik Ausstellung Kontakt
 
Die Vase "Powderblue" entsteht

Die Vase "Powderblue" entsteht
(Roll-up)

 
Glaskünstler Hans - Joachim Ittig

Glaskünstler Hans - Joachim Ittig

 
Die Vase "Powderblue" entsteht